Herbst, für die meisten Triathleten ist eine lange Saison zu Ende gegangen, mehr oder weniger erfolgreich. Jetzt heißt es für viele, die Beine hochzulegen und die trainingsfreie Zeit in vollen Zügen genießen: kein Training, keine Schmerzen, Schlemmen ohne Ende.

Ernährung über das Jahr periodisieren:

Die angepasste, periodisierte Ernährung stellt für den Triathleten ein wichtiges Instrument für die Leistungsentwicklung dar. Das bedeutet, in Phasen intensiven Trainings ist eine andere Versorgung erforderlich als in der lockeren off season. Heißt aber nicht, dass es während der Saison nur Verbote gibt und in der trainingsfreien Zeit die Ernährung außer Kontrolle gerät:

Ernährung während des Trainings:

Grundsätzlich gibt es keine pauschalen Verbote für bestimmte Lebensmittel, wenn überhaupt, dann ist es der Verzicht auf Alkohol, wenn die Qualität der Regeneration einen hohen Stellenwert hat. Ansonsten heißt das Zauberwort „Periodisierung“ von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett je nach Bedarf.

Ernährung in der off season:

Auch hier darf der Athlet alles essen, worauf er Lust hat. Es darf jetzt auch Alkohol in Maßen sein. Für das individuelle Gewichtsmanagement ist die off season ein wichtiger Zeitpunkt: Idealerweise nimmt man in dieser Zeit eine angestrebte Gewichtsreduktion vor, falls dies erforderlich ist. Abnehmen geht zwar in der harten Trainingsphase durch den erhöhten Energieverbrauch schneller, aber es leidet die Leistungsentwicklung darunter, das darf nicht außer Acht gelassen werden.

Hat ein Athlet keine Gewichtsprobleme, dann kann er essen worauf er gerade Lust hat, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass es nicht zu großen Gewichtszunahmen kommt. Normalerweise pendelt sich der Appetit von selbst ein, und man isst automatisch weniger, wenn weniger verbraucht wird.

Ernährung, wenn das Training wieder losgeht:

Fettstoffwechseltraining und Krafttraining sind die typischen Trainingsarten, wenn es wieder los geht mit der neuen Saison. Lange und lockere Einheiten sind sehr gut geeignet, um den Fettstoffwechsel zu trainieren. Deshalb hat auch hier die Basisernährung eine große Bedeutung: die Einheiten sollten unter niedrigere Kohlenhydratverfügbarkeit durchgeführt werden, das ist sehr wichtig.

Krafttraining: hier ist es wichtig, das Training durch eine entsprechend kohlenhydrat- und eiweißangepasste Basisernährung zu unterstützen, sowie auf die geeignete Versorgung vor/während und nach der Einheit zu achten, um das Maximum aus der Einheit herauszuholen.

Off season und Immunsystem:

Eine lange harte Saison ist nicht immer förderlich für das Immunsystem des Athleten. Mit bestimmten Laborwerten kann eine Beurteilung der Funktionalität vorgenommen werden, sowie auch Rückschlüsse auf die Folgen von hartem, ggf. schlecht versorgtem Training ziehen. Auf der Basis der entsprechenden Ergebnisse ist es möglich, angepasst an die Trainingsphase, die Speicher wieder gezielt aufzufüllen, um den Körper optimal für die nächste Saison zu wappnen.

Detox und Entschlacken in der off season:

Derartige Strategien sind nicht notwendig, weil sich der Körper während der Saison nicht „vergiftet“ hat. Es ist wichtig abwechslungsreich und gesund zu essen, jedoch gilt dieser Grundsatz für das ganze Jahr. Zu diesem Thema habe ich hier schon vor einigen Monaten einen Artikel geschrieben.

Fazit:

Die freie Zeit genießen mit gutem, und (meist) vernünftigem Essen, viel Schlaf, ab und zu einem guten Glas Rotwein und einfach Spaß haben am Leben. Das sind optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche neue Saison 🙂

Mehr Informationen gibt es unter www.nutritional-finetuning.com