Er war einer der einprägendsten Köpfe der deutschsprachigen IRONMAN-Szene. Verantwortlich für die IRONMAN-Steckenpferde in Frankfurt, Kraichgau und Hamburg. Wie erst heute in einem Bericht der Frankfurter Rundschau offiziell bekannt wurde, ist Björn Steinmetz als Geschäftsführer der Ironman Germany GmbH ausgeschieden. Steinmetz machte sich einst als Veranstalter einen Namen, als er vor Jahren das „Kraichgauer Triathlon Festival“ aus dem Boden stampfte. Später kooperierte er mit der Challenge Family und machte das Halbdistanz-Rennen im Kraichgau samt seinen Side-Events zu einem der größten Deutschlands. Vor einigen Jahren kam dann der etwas unelegante Wechsel. Nach Auslaufen des Vertrages mit der Challenge Family verkaufte Steinmetz seine Agentur an IRONMAN und wurde zum Geschäftsführer der IRONMAN Deutschland GmbH.

Der Wechsel wirbelte viel Staub in der Szene auf, doch für Steinmetz schien es der logische nächste Schritt zu sein. Fortan zeigte sich Steinmetz, mittlerweile in der Zentrale in Frankfurt-Liederbach angesiedelt, verantwortlich für die Entwicklung der Marke IRONMAN in Deutschland, Holland, Luxemburg. Seine Erfolgsbilanz kann sich durchaus sehen lassen. Mit dem IRONMAN Frankfurt hat er nach wie vor das bestbesetzte europäische IRONMAN-Rennen auf ein neues Level gehoben, ein neues Rennen in Hamburg binnen zwei Jahren groß gemacht und das etwas stiefmütterlich anmutende Rennen im September auf Rügen zu einem Fixpunkt der europäischen 70.3-Szene gemacht.

„Aufhören, wenn es am schönsten ist“, sagt Steinmetz der Frankfurter Rundschau. „Meine persönliche Bilanz lässt sich durchaus sehen. Die Rennen erfreuen sich bei den Athleten großer Beliebtheit. Die Zufriedenheit mit der Organisation und der Qualität sind auf dem Höchstwert.“ Doch alles hat auch seine Schattenseiten: „Trotz dieser positiven Nachrichten spürte man seit Monaten, dass meine persönlichen Ziele mit Ironman und die Ziele des europäischen Managements nicht zu 100 Prozent übereinstimmen.“ Bei der Ausrichtung, bei der Qualität, aber auch bei ethischen Vorstellungen habe sich „ein ungutes Gefühl in der Magengrube“ eingestellt“, wird Steinmetz in diesem Bericht zitiert.

Oliver Schiek neuer Geschäftsführer

Die Aufgaben von Björn Steinmetz übernimmt nun Oliver Schiek. Schiek war in den letzten Jahren für die Organisation des Radrennens Hamburg Cyclassics sowie für die IRONMAN-Veranstaltungen in Irland und England verantwortlich. Steinmetz selbst wird dem Triathlon erhalten bleiben, jedoch vorerst „nur“ als Athlet. Beim IRONMAN Südafrika möchte er sich zum dritten Mal in seinem Leben für Hawaii qualifizieren.