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In den schottischen Highlands findet mit dem CELTMAN! Xtreme Triathlon wohl einer der härtesten Triathlons über die Langdistanz (3,8-202-40) statt. Die 29-jährige Freiburger Athletin Kathrin Müller vom SKINFIT RACING Team siegte in einer Zeit 13:05 Std. und belegte dabei den 11. Platz overall.

Um 5 Uhr morgens fiel der Startschuss zum Schwimmbewerb im 12 Grad „warmen“ Loch Shieldaig. Müller kam als zweite nur wenige Sekunden hinter dem ersten Mann nach 3,8 km zum Wechsel und stieg als gesamt Führende aufs Rad. Diese Position konnte sie auch bis ca. 20 Kilometer halten, ehe sie vom ersten Mann überholt wurde. Die 202 km auf dem Rad führten in einem Rundkurs durch die Highlands im Nordwesten Schottlands. „Ich bin glaub ich erst zwei mal so weit gefahren mit der Rad und daher hatte ich davor den meisten Respekt. Bis Kilometer 120 hat es sogar Spaß gemacht, dann ist es halt ziemlich hart geworden“. Windspitzen bis zu 100 km/h und über 2.500 Höhenmeter machten es der SKINFIT RACING Athletin dann nicht gerade einfacher. „Als ich dann zum Laufen gekommen bin, war ich richtig erleichtert.“ Von einem entspannten Lauf konnte dann jedoch keine Rede sein, ging es querfeldein über mehrere Berggipfel (gesamt über 3.000 hm) zum Ziel nach Torridon. Die Schlüsselstelle war dabei Anstieg auf eine Bergkette ab Kilometer 18. Zu diesem Zeitpunkt wechselte das Wetter und es zog Regen und Nebel auf, sodass die Veranstalter gezwungen waren, den Laufbewerb abzuändern. Nicht jedoch für die ersten elf Athleten, die „durften“ noch mit ihrem Supporter auf die Originalstrecke, so auch die Müller, die da auf Gesamtrang 10 (1. Frau) lag. Den ersten Berggipfel erreichten sie und ihr Betreuer Christoph Kullnig (Teammanager SKINFIT RACING Team) schon im dichten Nebel. Nur mit GPS Uhr und Karte konnten sie sich dann weiter orientieren: „Ohne meiner Garmin Uhr hätten wir nicht mehr runter gefunden. Wir sind dann über Felsen und Wasserfälle runter geklettert, kurzzeitig war ich mir nicht sicher, ob wir das Ziel heil erreichen werden“, schildert Kullnig die dramatischen Momente. Schließlich fanden die beiden wieder zurück auf die Strecke und Müller siegte ihren ersten Langdistanzbewerb beim CELTMAN!.

„Alles tut weh, in den Bergen war ich kurz davor zu scheitern. Gemeinsam mit Christoph hab ich es dann trotz meiner Höhenangst geschafft, irgendwie wieder ins Rennen zu finden“, so Müller. „Wir haben wohl ein paar Kilometer nicht richtig absolviert. Unser Weg war aber definitiv nicht der schnellere. Eigentlich bin ich nur froh, dass wir das heil überstanden haben“, so der SKINFIT RACING Team Manager.

Trailer Celtman Triathlon