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Michael Raelert – „Es hat mir den Stecker gezogen“

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Michael Raelert hat bei der Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship den siebten Platz belegt. „Leider hat es mir auf den letzten Kilometern des Marathons den berühmten Stecker gezogen“, erklärte der zweimalige Weltmeister auf der Ironman-70.3-Distanz, der in 8:16:58 Stunden ausgepumpt das Ziel erreichte. Der Spanier Eneko Llanos gewann das topbesetzte Rennen in 7:59:58 Stunden auf dem Frankfurter Römerberg vor Jan Raphael aus Hannover (8:07:19 Stunden) und dem Niederländer Bas Diederen (8:12:07 Stunden). „Ich gratuliere ihnen sehr herzlich“, sagte Michael Raelert, „aber natürlich bin ich auch sehr enttäuscht, weil ich meine Ziele hier in Frankfurt nicht erreichen konnte.“

Im Wasser bestimmte Michael Raelert das Rennen gleich nach dem Startschuss im Langener Waldsee mit. Der 32-Jährige sorgte dafür, dass das Tempo an der Spitze des 2600-Starter-Feldes von Beginn an hoch war. In 46:08 Minuten bewältigte der Wahlberliner den 3,8-Kilometer-Kurs und lag damit als Siebter acht Sekunden hinter dem Briten Harry Wiltshire. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke gehörte Michael Raelert anschließend zur Verfolgergruppe, die Vorjahressieger Marino Vanhoenacker jagte. Der Belgier hatte sich nach dem Schwimmen frühzeitig mit einer Soloflucht abgesetzt. Michael Raelert kontrollierte in der Gruppe mit den weiteren Favoriten Eneko Llanos, Jan Raphael, Hawaii-Sieger Pete Jacobs (Australien), dem Belgier Axel Zeebroek und Andreas Böcherer aus Freiburg lange das Rennen. Nach 150 Kilometern allerdings verlor Michael Raelert leicht den Anschluss an diese Gruppe und musste sich fortan alleine zum zweiten Wechsel in der Frankfurter Innenstadt kämpfen. Er absolvierte die Radstrecke in 4:31:08 Stunden und startete als Siebter in den Marathon.

Auf der 4-Runden-Laufstrecke versuchte Michael Raelert, die Lücke nach vorne zu schließen. Innerhalb von nur 10 Kilometern hatte der gebürtige Rostocker seinen Rückstand von knapp 10 Minuten auf Marino Vanhoenacker bereits auf 6:20 Minuten reduziert. „Ich war sehr gut unterwegs, aber ich habe auch früh gemerkt, dass mir die Energie etwas ausgeht“, sagte der Inhaber der Weltbestzeit auf der Ironman-70.3-Distanz.

Der Marathon entlang des Mains entwickelte sich bei warmen Temperaturen zu einem regelrechten Ausscheidungslauf. Die Führung wechselte nach knapp einem Viertel der Strecke zunächst an Jan Raphael und dann an Eneko Llanos über, der sich immer stärker absetzte. Nach rund 30 Kilometern lag Michael Raelert auf dem fünften Platz und hatte Tuchfühlung zu Platz vier. „Leider war danach aber kräftemäßig Schluss, ich habe mich nur noch ins Ziel gekämpft.“ In 8:16:58 Stunden lief Michael Raelert mit der Marathonzeit von 2:56:04 Stunden und mit letzter Kraft auf dem Frankfurter Römerberg über die Ziellinie. „Es war absolut nicht das Finish, das ich mir für mich und alle Zuschauer vorgestellt habe“, sagte der Mitfavorit, „die letzten Kilometer des Rennens hätte ich mir ganz sicher vollkommen anders gewünscht.“ Bild (c) www.ronnykiaulehn.com

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