Allgemein

IRONMAN 70.3 St. Pölten – die Favoriten

Published

on

Wer kann Filip Ospaly in diesem Jahr vom Thron stoßen?

Gelingt dem Tschechen Filip Ospaly sein vierter Sieg in Folge oder kann ihm erstmals einer seiner hochklassigen Konkurrenten den Rang ablaufen? Der Dominator der letzten drei Jahre ist und bleibt ein Phänomen und seine nach mittlerweile drei Siegen eigentlich logische Favoritenrolle ist bis zum letzten Jahr noch nicht in alle Köpfe der Triathlonszene durchgedrungen. Zu  klingend waren die Namen der vermeintlichen Top-Favoriten. Andreas Raelert, Chris McCormack und Faris Al-Sultan waren nur einige der großen Namen, die gegen das bis vor wenigen Jahren noch relativ unbeschriebene Blatt den Kürzeren zogen. Auch in diesem stellt sich dem Top-Favoriten wieder ein starkes Starterfeld entgegen.

Von den großen Namen sticht einer besonders hervor – der Deutsche Andi Böcherer ist erstmals in Österreich bei einem IRONMAN 70.3 am Start. In den letzten Jahren konnte er sich zahlreiche Titel über die 70.3-Distanz holen. Das Highlight war mit Sicherheit der Gewinn des EM-Titels bei den IRONMAN 70.3 European Championships in Wiesbaden vor zwei Jahren. Bei ihm wird sehr viel von der Tagesform abhängen. Wenn er einen guten Tag erwischt, ist er einer der heißesten Sieganwärter.

Auch der Spanier Eneko Llanos hat wieder zu alter Form gefunden. Den Beweis lieferte er vor zwei Wochen beim IRONMAN 70.3 Mallorca, wo er sich unter anderem gegen den großen Favoriten Andreas Raelert durchsetzen konnte. 

Der Belgier Bart Aernouts zeigte ebenfalls beim IRONMAN 70.3 Mallorca, dass mit ihm zu rechnen sein wird. Der Elfte des IRONMAN Hawaii 2012 belegte auf Mallorca den zweiten Gesamtrang und bewies dort bereits seine gute Form.

Der Deutsche Nils Frommhold war im letzten Jahr die Überraschung des Jahres. Bisher nur auf der Kurzdistanz unterwegs, konnte er bei der Challenge Walchsee auf seiner ersten Mitteldistanz mit Rang 3 überzeugen. Keine sechs Wochen später trat er zum ersten Mal über die Langdistanz an und konnte sich gleich den Sieg beim IRONMAN Arizona sichern. Auf diesen Mann wird am Sonntag zu achten sein.

Aus heimischer Sicht ist es  vor allem Franz Höfer, Daniel Niederreiter, Georg Swoboda und Niko Wihlidal zuzutrauen, die österreichischen Fahnen hoch zu halten. Für Franz Höfer und Daniel Niederreiter stellt der IRONMAN 70.3 St. Pölten gleichzeitig ihr Saisondebut dar, während Niko Wihlidal bereits in Großsteinbach einen Sieg verbuchen konnte. Georg Swoboda wird nur eine Woche nach seinem Sieg beim Viennaman wieder motiviert ins Rennen gehen und zumindest beim Thema „Radbestzeit“ ein kräftiges Wörtchen mitreden wollen. Auch der dreifache Langdistanz-Staatsmeister Andreas Fuchs wird versuchen, nur eine Woche nach seinem DNF beim IRONMAN Lanzarote seine Form unter Beweis zu stellen.

Bei den Damen ist die Titelverteidigerin Julia Gajer ebenfalls wieder mit dabei. Im letzten Jahr setzte sie sich gegen starke Konkurrenz durch. Auch heuer bekommt sie es wieder mit einigen Weltklasse-Athletinnen zu tun.

Nachdem der Defektteufel im letzten Jahr zugeschlagen hat, will Yvonne Van Vlerken wieder auf das oberste Treppchen beim IRONMAN 70.3 St. Pölten steigen. Unvergessen ihr Herzschlagfinale mit Erika Csomor vor einigen Jahren, wo sie sich im Zielsprint gegen die Ungarin durchsetzen konnte. Mit Rang 2 beim IRONMAN 70.3 Mallorca zeigte sie zuletzt gute Form, nun will sie mit Sicherheit ein Treppchen höher steigen. 

Eine der zwei Top-Favoriten aus heimischer Sicht ist Lisa Hütthaler. Spätestens seit ihrem Sieg beim IRONMAN 70.3 Mallorca vor zwei Wochen, wo sie unter anderem Yvonne Van Vlerken in die Schranken weisen konnte, muss man die Niederösterreicherin als Mit-Favoritin auf der Liste haben. 

Ein starkes Lebenszeichen gab letzte Woche auch die Kärntnerin Eva Wutti ab. Mit dem 5. Platz bei den ETU-Europameisterschaften in Barcelona gelang ihr nach einem eher durchwachsenen letzten Jahr erstmals wieder ein gutes Ergebnis. Mit Platz 4 im Jahr 2011 sowie dem Vize-Europameistertitel in Wiesbaden im selben Jahr hat sie bewiesen, dass sie auf der 70.3-Distanz zuhause ist.

Die starke Läuferin Sonja Tajsich konnte sich im letzten Jahr Platz 4 sichern. Den selben Platz konnte sie dann sensationell auch auf Hawaii erringen. 

Neben den eben aufgezählten Favoriten sind mit der Schweizerin Daniela Ryf und die Deutsche Anja Beranek zwei weitere Athletinnen am Start, die ein kräftiges Wörtchen um den Sieg mitzureden haben werden.

Die komplette Starterliste mit allen Teilnehmern findet ihr hier.

Fotos: Bart Aernouts (c) Christian Jansky/commons.wikimedia.org, Sonja Tajsich (Dejan Tolo), Van Vlerken (c) Simplon

News

Die mobile Version verlassen