wintertriathlon15Zum Wintertriathlon gehört, wie es das Wort bereits vermittelt, auch ein Winter. Da dieser sich in den letzten Jahren über weite Teile aber vornehm zurückhält, bedarf es mittlerweile schon außergewöhnlicher Leistungen, um einen Wintertriathlon gesichert auf die Beine zu stellen. Dies ist dem ASKÖ Xtrim Zeltweg auch in diesem Jahr gelungen. Dank der permanenten Langlaufstrecke im Sportzentrum Zeltweg konnten die Bewerbe sogar erstmals als Flutlichtrennen ausgetragen werden.

Rund 80 Athleten fanden sich gestern zur Flutlicht-Staatsmeisterschafts-Premiere in Zeltweg ein. Die 4 Laufrunden mit insgesamt 5,6 Kilometern fand auf der Langlaufloipe statt, was durch den teilweise schon weich getretenen Schnee eine zusätzliche Herausforderung für die Athleten war. Gleich zu Beginn splittete sich das Feld in kleinere Grüppchen auf, wobei vorne der junge Steirer Christian Grillitsch und der Titelverteidiger Silvio Wieltschnig die schnellsten Beine hatten. Auf den 13 Radkilometern, die auf 9 Runden aufgeteilt wurden, forderte der tiefe Wiesenboden gleich ein prominentes Opfer. Der Titelverteidiger Silvio Wieltschnig stürzte schwer und musste mit der Rettung abtransportiert werden.

Währenddessen konnte sich der junge Kärntner Marcel Pachteu von seinen Verfolgern absetzen und mit einem guten Polster auf die abschließenden 7 Langlaufrunden gehen. Doch seine Verfolger sollten die Abschlussdisziplin besser beherrschen. Allen voran der Knittelfelder Gernot Grillmaier, der sich Runde für Runde näher an Pachteu heranschob, aber auch der Vorjahresdritte Herwig Reupichler, der zu den stärksten Langläufern im Feld zählt. Der Überraschungsmann des Tages war aber der Evergreen Alexander Frühwirth, der gegen Ende noch zu den Verfolgern auflaufen konnte.

Ein spannendes Finale, mit einem starken Gernot Grillmaier als Premierenstaatsmeister. In der letzten Runde konnte er an Pachteu vorbeigehen und den heranstürmenden Reupichler noch um 13 Sekunden hinter sich lassen. Auf Rang 3 konnte sich Alex Frühwirth noch über Staatsmeisterschafts-Bronze freuen und das, obwohl ihm in der Wechselzone seine Radschuhe abhanden gekommen sind und er den Radpart mit den Spikeschuhen absolvieren musste.

Slavinec souverän

Der Damen-Wintertriathlon hat in Österreich nur einen Namen – Romana Slavinec. Die Serien-Staatsmeisterin, die im Jahr 2014 zum ersten Mal auch die „Königsdisziplin“, die Olympische Distanz im Sommertriathlon, gewinnen konnte, setzte sich von Beginn an von ihrer Konkurrenz ab. Einzig Maria Frei vom Veranstalterverein Xtrim Zeltweg konnte auf der Laufstrecke noch einigermaßen auf Schlagdistanz bleiben, am Rad war Slavinec allerdings wieder eine Klasse für sich und legte dort die Basis für ihren insgesamt sechsten Staatsmeistertitel, den sie sich letztlich mit 8 Minuten Vorsprung auf Maria Frei sicherte. Platz 3 ging an Nathalie Alexander.

Ergebnis Staatsmeisterschaften Wintertriathlon 2015 Zeltweg

Erste Bilder und Interviews von Austriathlon-TV/triaguide.tv