Sebastian Kienle hat nur wenige Wochen nach seinem für ihn enttäuschenden 4. Platz in Kona ein spätes Ausrufezeichen gesetzt. Während sich die meisten seiner Kollegen schon in den Urlaub verabschiedet haben, hat Kienle früh bekannt gegeben, dass er beim IRONMAN Cozumel an den Start gehen wird, um seinen Platz für die nächstjährigen IRONMAN World Championship frühzeitig zu verifizieren.

Doch dass Kienle nicht auf die mexikanischen Trauminsel gekommen ist, um einfach nur das erforderte IRONMAN-Finish zu holen, war von Anfang an klar. Kienles Rückstand auf die schnellsten Schwimmer Ivan Rana und Jarrod Shoemaker betrug auf der offensichtlich etwas zu kurz geratenen Schwimmstrecke etwas mehr als zwei Minuten. So konnte sich der „Überbiker“ Kienle relativ schnell an die Spitze setzen und sollte diese Position fortan nicht mehr abgeben.

Der zweite schnelle Radfahrer am Start, der Österreicher Michael Weiss blieb als einziger Athlet in Schlagdistanz zu Kienle. Doch Kienles Sieg gefährden konnte auch Weiss nicht. Rund 5 Minuten betrug der Rückstand von Weiss, der vor 4 Jahren nach Ablauf seiner Dopingsperre mit einem Sieg auf die Langdistanz-Bühne zurück kehrte. Diese 5 Minuten Vorsprung verwaltete Kienle perfekt und so konnte sich der Hawaii-Sieger des Jahres 2014 mit neuer Rekordzeit von 7:48:11 als Sieger feiern lassen. 5 Minuten und 16 Sekunden später überquerte Weiss als Zweiter die Ziellinie, Ivan Rana machte das Poidum schließlich komplett. Ebenfalls noch unter der magischen 8-Stunden-Marke blieb der Deutsche Stefan Schmid, der auf dem 4. Gesamtrang landete.

  1. Sebastian Kienle 7:48:11
  2. Michael Weiss 7:53:27
  3. Ivan Rana 7:58:39
  4. Stefan Schmid 7:59:44
  5. Trevor Delsault 08:07:10

Lisa Roberts gewinnt, Tajsich  Dritte

Bei den Damen konnte sich die Amerikanerin Lisa Roberts durchsetzen. Sie sorgte in den letzten Wochen für Schlagzeilen, weil sie beim Challenge Roth durch die Einnahme eines nicht erlaubten Asthma-Sprays gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen hat und von der USADA (Amerikanische Anti-Doping-Agentur) verwarnt wurde. Dadurch verlor sie ihren 3. Platz beim diesjährigen Challenge Roth. Durch diesen für viele unverständlich milden Urteilsspruch darf sie jedoch weiterhin an Wettkämpfen teilnehmen und tut dies auch sichtlich erfolgreich. Mit einer Endzeit von 8 Stunden und 54 Minuten setzte sie sich gegen die Kanadierin Kirsti Jahn durch. Sonja Tajsich, die sich nach ihrer Enttäuschung in Kona wieder neue Ziele gesteckt hat, beendete das Rennen auf dem 3. Gesamtrang und fing ihre Landsfrau Anja Beranek, die letzlich auf Platz 4 landete, noch ab.

  1. Lisa Roberts 8:54:00
  2. Kirsty Jahn 8:58:28
  3. Sonja Tajsich 9:00:53
  4. Anja Beranek 9:03:41
  5. Sue Huse 9:13:18

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