Eine gründliche Auseinandersetzung mit Zielen sollte nicht nur bei leistungsorientierten SportlerInnen eine Selbstverständlichkeit sein. Wie ich in meiner Praxis jedoch bemerke,  ist das selten der Fall. Manche hetzten unrealistisch hohen Zielen hinterher und werden ständig enttäuscht. Andere sind so sehr auf das Ergebnis oder die Zeit fokussiert, dass sie die zu tätigen Handlungen vernachlässigen. Und andere wiederrum starten relativ ziellos in die Saison.

Die richtige Zielsetzung ist eine knifflige Sache und sehr individuell. Um dich dabei etwas zu unterstützen, möchte ich dir heute  drei Arten von Zielen vorstellen und auf die Kernelemente  eingehen.  Bei den drei Zielarten handelt es sich um:

  • Handlungsziele
  • Leistungsziele
  • Ergebnisziele

Ein gutes Beispiel ist ein Bogenschütze, der zumindest zwei Zielarten verwendet. Dieser Bogenschütze braucht nicht nur ein Ergebnisziel – in die Mitte treffen, sondern er muss auch konkrete Handlungsziele definieren- den Bogen optimal spannen und halten, richtig atmen usw.

Handlungsziele

Handlungsziele beschreiben, wie du dein Ergebnisziel erreichen sollst. Handlungsziele leiten deine Aufmerksamkeit auf den begrenzten und überschaubaren Bereich deiner Aufgabe im hier und jetzt. Sie unterstützen dich, damit du im jeweiligen Moment das Optimale aus dir herausholen kannst.
Zum Beispiel,  Konzentration auf den Armschwung oder die Körperhaltung.
Handlungsziele unterstützen dich, negative Gedanken zu unterbinden, weil du deine Aufmerksamkeit auf die Handlung lenkst und keine Zeit zum „negativen“ denken hast.

Leistungsziele

Mit Leistungszielen definierst du deine eigenen Leistungsparameter, die nicht von anderen abhängig sind (im Gegensatz von Ergebniszielen). Als Leistungsziel könntest du dir für die kommende Saison zum Beispiel vornehmen, deine 1km Schwimmzeit um x Prozent oder Sekunden zu verbessern. Leistungsziele sind für deine stetige Leistungsentwicklung sehr wichtig. Sie zeigen dir deine gemachten Fortschritte an.

Ergebnisziele

Ergebnisziele beschreiben, welches Ergebnis (z.B. Platzierung) du im Wettkampf anstrebst. Sie haben einen großen Einfluss auf deine Motivation. Sie erhöhen deine Anstrengungs- und Durchhaltebereitschaft, sowohl im Training als auch im Wettkampf. Dabei solltest du dir aber realistische Ziele setzten. Unrealistisch hoch gesteckte Ziele können Stress und Versagensängste auslösen. Dadurch wird deine Konzentration auf die sportliche Handlung gestört.  Mache dir auch bewusst, Ergebnisziele sind abhängig von anderen SportlerInnen. Du weißt nie, welche Konkurrenz am Start steht. Aus diesem Grund solltest du dir neben Ergebnis- auch Leistungs- und Handlungsziele setzen.

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert,
geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt. 
(Gotthold Ephraim Lessing)

Ich mache sehr oft die Erfahrung, dass SportlerInnen zu sehr Ergebnis fokussiert sind. Dadurch setzen sie sich unter Druck und vergessen dabei, dass es die Handlungen sind, die sie ans Ziel bringen. Ähnlich wie beim Bogenschützen, der sich auch auf seinen Bewegungsablauf (=Handlungsziel) konzentrieren muss, um in die Mitte der Scheibe zu treffen.

Als Mentalcoach ist es meine Aufgabe, dich bei deiner individuellen Zielsetzung zu unterstützen. Gerade vor Saisonbeginn ist es wichtig, dass du dir dafür Zeit nimmst. Ich versichere dir, mit den richtig definierten Zielen machst du einen großen Schritt in deiner persönlichen Entwicklung.

Bei Fragen dazu und zu weiteren mentalen Themen kannst du mich gerne persönlich kontaktieren.

In diesem Sinne, setze dir die richtigen Ziele!

Be strong,

Wolfgang

MANA4YOU
Akademischer Mentalcoach
Dipl. Lebens- und Sozialberater
HeartMath Coach ®
mind@mana4you.at
www.mana4you.at

Mentalcoach von  IRONMAN Austria und der Austrian Trail Running Assoziation – ATRA

Ankündigung: Am Fr. 23.6.2017 veranstaltet Wolfgang Seidl von 19-21 Uhr einen POWER Mentalworkshop in seiner Praxis in Wien. Infos und Anmeldung unter www.mana4you.at