Michi Herlbauer, die einzige österreichische Profi-Starterin schaffte es auch in diesem Jahr wieder unter die 20 weltbesten Frauen. Und dennoch ist ihre Enttäuschung riesengroß.

„Mein Ziel war ganz klar, die Top 10 zu erreichen und von den Trainingsergebnissen und der Form hätte ich das eigentlich drauf haben können“, so Herlbauer. Mit einer Zeit von 57:56 Minuten wechselte die Salzburgerin ach dem Schwimmen als 19te auf die Radstrecke und lag damit voll im Plan. „Ich war sehr zufrieden – auch auf dem Rad war der Abstand nach vorne im Vergleich zum letzten Jahr viel geringer. Es war eigentlich sehr aussichtsreich, dass ich mit einem starken Marathon, worauf wir auch trainiert haben, mich noch weiter nach vorne hätte verbessern können.“

Akute Schmerzen im Mittelfuß nach zwölf Lauf-Kilometern ließen den Traum platzen und zwangen sie beinahe zum Aufgeben. Herlbauer: „Ich konnte kaum mehr auftreten und es ist rapide schlechter geworden – das Laufen war fast unmöglich“ – und dennoch kämpfte sie sich noch unglaubliche 30 Kilometer weiter ins Ziel wo sie mit einer Zeit von 9:42:12 sogar noch ihre Vorjahreszeit unterbieten konnte. „Auch wenn ich zwischenzeitlich knapp davor war – ich wollte es unbedingt durchziehen – denn die WM aufzugeben ist wahrscheinlich noch schmerzhafter als ein kaputter Fuß. Auch mental ist es leichter zu verarbeiten, als wenn ich aufgegeben hätte.“

 

Kommentare