Aus einer veränderten Perspektive wird Andreas Raelert in diesem Jahr den Ironman Hawaii erleben. Der fünfmalige Podiums-Finisher auf Big Island wird den Wettkampf als Co-Kommentator für das ZDF in Mainz begleiten. Der Sender zeigt den Showdown auf der Pazifikinsel am Samstag, 14. Oktober, zunächst in einem Livestream im Internet und ab 0.30 Uhr im Anschluss an „Das aktuelle Sportstudio“ live im Fernsehen. „Das ist eine ganz andere Aufgabe, als ich sie mir für diesen Tag eigentlich vorgestellt hatte“, sagt Andreas Raelert, „natürlich wäre es für mich persönlich noch schöner, selbst auf Hawaii am Start sein zu können. Aber dies ist in diesem Jahr leider nicht möglich. Deshalb freue ich mich sehr auf die Kommentierung und Begleitung des Wettkampfs aus diesem veränderten Blickwinkel.“

Andreas Raelert freut sich mit dem Team der ZDF-Sportredaktion sowie seinem langjährigen Freund und Nationalmannschaftskollegen Daniel Unger, der den Livestream parallel zur Fernsehübertragung im Internet für das ZDF begleiten wird, auf seine Aufgabe. „Es wird eine lange und spannende Nacht“, sagt Andreas Raelert, „nach acht Starts auf Hawaii in Serie ist es für mich wieder etwas ganz Neues, das Rennen von Deutschland aus am Abend und in der Nacht zu verfolgen.“ Sportlich erwartet der Rostocker einen erneut herausragenden Wettkampftag und einen extrem harten Schlagabtausch. „Das Rennen ist unglaublich schwierig und voller Überraschungen“, sagt Andreas Raelert, „Prognosen lassen sich beim Ironman Hawaii nur schwer treffen.“

Die ersten Drei des Vorjahres, die Deutschen Jan Frodeno, Sebastian Kienle und Patrick Lange sehen sich einem überaus starken internationalen Feld gegenüber. Ob es den dritten Sieg für Jan Frodeno und den vierten deutschen Erfolg nacheinander geben kann, ist offen, insbesondere da Athleten wie Lionel Sanders und Brent McMahon aus Kanada, der Brite Tim Don, James Cunnama (Südafrika), Frederik van Lierde aus Belgien oder auch die US-Amerikaner Tim O’Donnell und Ben Hoffman in starker Form sind. Für eine deutsche Überraschung im Rennen könnte auch Boris Stein sorgen. „Es ist wie jedes Jahr auf Hawaii extrem spannend und damit sehr schwierig, Einschätzungen abzugeben“, sagt Andreas Raelert. Lediglich im Rennen der Frauen scheinen die Zeichen deutlich für den dritten Sieg der Schweizerin Daniela Ryf zu sprechen. „Daniela ist die überragende Athletin der vergangenen Jahre“, sagt Andreas Raelert, „auch wenn sie in dieser Saison zwischenzeitlich etwas zu kämpfen hatte, ist sie mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft im Ironman 70.3 kurz vor Hawaii eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurückgekehrt.“

Für den Rostocker geht der Blick über das Rennen des Jahres 2017 bereits hinaus in Richtung Ironman Hawaii 2018. „Ich möchte im kommenden Jahr unbedingt dabei sein“, sagt Andreas Raelert, der verletzungsbedingt seinen Weg nach Kona im Sommer abbrechen musste und nach einer Pause nun im Wiederaufbau ist. „Die Erholung hat meinem Körper gutgetan“, sagt er, „ich hoffe, dass ich bald an die konkrete Rennplanung für meine persönliche Road to Kona gehen kann.“ Die Kommentierung des diesjährigen Ironman Hawaii möchte Andreas Raelert als Motivation für seine eigene erfolgreiche Rückkehr nach Big Island nutzen.

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