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Christoph Strasser gewinnt Race Across America in Rekordzeit

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Strasser setzte in den Flachpassagen erstmals auf ein Triathlonrad - Foto (c) Karelly | www.lupispuma.com

Strasser setzte in den Flachpassagen erstmals auf ein Triathlonrad 
Bilder (c) Karelly | www.lupispuma.com

Der Österreicher Christoph Strasser konnte sich heute zum zweiten Mal den Sieg beim härtesten Radrennen der Welt, dem RAAM (Race Across America) sichern. Dabei unterbietet der 30-jährige Steirer zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte des Rennens die magische Grenze von 8 Tagen. Mit einer Zeit von 7 Tagen, 22 Stunden und 52 Minuten schreibt Strasser RAAM-Geschichte. Beim RAAM müssen die Teilnehmer unglaubliche 4.800 Kilometer von der Westküste zur Ostküste der USA zurücklegen – nonstop.

strasser2Strasser konnte sich somit bereits zum zweiten Mal nach 2011 den Sieg beim bedeutendsten Ultra-Radrennen der Welt sichern. Im letzten Jahr musste er sich nach großem Kampf dem Schweizer Überraschungsmann Reto Schoch geschlagen geben. Auch in diesem Jahr lief wieder alles auf das Duell Strasser/Schoch hinaus. Der Schweizer war mit dem klaren Ziel angetreten, die 8-Tage-Marke zu unterbieten. Strasser wollte sich diesen Druck nicht aufbürden und konzentrierte sich im Vorfeld lieber auf das Rennen selbst. Dort übernahm Strasser relativ schnell das Kommando und konnte sich just dort, wo er im letzten Jahr die größten Probleme hatte, von seinen Konkurrenten absetzen. In der glühend heißen Wüste und in den Rocky Mountains konnte Strasser Meter um Meter aus deinen stärksten Gegner gut machen. Auf den flachen Passagen und den endlosen Geraden in Kansas setzte Strasser heuer zum ersten Mal auf ein Triathlonrad – das Specialized Shiv, das ihm entscheidende Watt einsparen sollte. Der Vorsprung von Strasser wuchs stetig an, die Vorentscheidung fiel in diesem Jahr bereits 1.000 Kilometer vor dem Ziel, als der Vorjahressieger seinen großen Einbruch hatte. Krämpfe und mentale Probleme zwangen ihn zu einer mehrstündigen Pause. Einige Medien berichteten bereits von der Aufgabe des Schweizers. Doch Schoch zeigte trotz aller Probleme Kampfgeist und setzte das Rennen fort.

Während für Strasser sein direkter Konkurrent im Kampf um den Sieg wegfiel, galt es für ihn einen neuen Gegner zu finden, und dieser ließ auch nicht lange auf sich warten. Die letzten 200 Meilen standen im Zeichen des Kampfes gegen die Zeit, denn neben dem Sieg lebte die Möglichkeit, dieses Rennen erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte in einer Zeit von unter 8 Tagen zu beenden.

Sichtlich gezeichnet von den Strapazen, nahmen Strasser und sein 11-köpfiges Betreuertem noch einmal alle Kräfte zusammen und begleiteten Strasser zum größten Triumph seiner Karriere.

Christoph Strasser gehört einer neuen Generation der Ultra-Szene an. Mehr als einmal hat er bereits bewiesen, dass er auch über kurze Strecken in der Lage ist, mit den Spezialisten mitzuhalten. Etwa bei den „Tagen der Wahrheit“ vor zwei Jahren, als er einem Faris Al Sultan über 40 Kilometer schlagen konnte. Im Training kann sich Strasser schinden wie kaum jemand anders. 30 Stunden wöchentlich auf dem Heimtrainer sind im Winter keine Seltenheit.

Neben Strasser sind 7 weitere Österreicher im Einsatz. Gerhard Gulewicz, der lange Zeit ein fantastisches Rennen gefahren ist, musste rund 800 Kilometer vor dem Ziel aufgeben. Um den begehrten Titel „Rookie of the year“ kämpfen im Moment noch drei Österreicher: die beiden Grazer Edi Fuchs und David Misch kämpfen quasi Rad an Rad seit tausenden Kilometern um die begehrte Krone, doch auch der Salzburger Gerald Bauer kann noch ein Wörtchen um diese Trophäe mitreden. Ebenfalls noch gut im Rennen ist der Grazer Franz Preihs, der noch Chancen auf einen Top-Ten-Platz hat. In der Wertung der Über 50-Jährigen führt Franz Wintersberger.

Mehr Info inkl. Live-Ticker: www.raamrace.org

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