Der IRONMAN Hamburg wird mit Sicherheit einen Titel sicher haben – er wird als der härteste Duathlon des Jahres in die Geschichte eingehen. Wie wir bereits am Vortag berichteten, musste das Schwimmen aufgrund des akutem Blaualgenbefalls in der Alster abgesagt werden. Stattdessen erwartete die Athleten ein 6 Kilometer langer Lauf vor dem Radpart, was die Zeiten zwar schneller, die Belastung aber mit Sicherheit nicht geringer machte.

Es gibt wohl wenige Athleten, die mit Bekanntgabe dieser Änderung große Freude hatten. Einer wird aber zumindest innerlich gejubelt haben, bevor er an der Ziellinie dann tatsächlich den großen Schrei des Triumphes loslassen konnte. Der Belgier Bart Aernouts, ehermaliger Weltklasse-Duathlet, fand sich plötzlich in seinem Metier wieder. Schon vor einigen Jahren, als beim IRONMAN 70.3 St. Pölten das Schwimmen gestrichen werden musste, war es Aernouts, der die Gunst der Stunde nutzte. Genau so war es auch gestern in Hamburg. Im Gegensatz zu den Triathlonveranstaltungen, wo der Belgier stets mit etwas Rückstand auf die Top-Leute aus dem Wasser kommt, konnte Aernouts das Rennen von Beginn an mitgestalten. Doch er gestaltete es nicht nur mit, er dominierte es – zumindest ab dem Marathon war kein Kraut mehr gegen den laufstarken Belgier gewachsen. Mit einer Endzeit von 7 Stunden und 5 Minuten holte sich Aernouts den Sieg vor dem Briten Joe Skipper und dem Südafrikaner James Cunnama. Tim Don landete bei seinem Langdistanz-Comeback nach seiner schweren Genickverletzung letztlich auf Rang 9.

1. Aernouts, Bart BEL 07:05:26 00:19:47 // 04:00:50 // 02:39:51
2. Skipper, Joe GBR 07:12:35 00:19:49 // 04:01:39 // 02:45:38
3. Cunnama, James RSA 07:13:54 00:19:52 // 04:00:44 // 02:48:44
4. Clarke, Will GBR 07:20:17 00:19:48 // 04:08:58 // 02:45:39
5. Loeschke, Franz GER 07:26:56 00:19:53 // 04:07:13 // 02:54:35
6. Shearon, Jonathan USA 07:30:09 00:21:08 // 04:12:07 // 02:50:59
7. Dirksmeier, Patrick GER 07:30:40 00:19:50 // 04:13:00 // 02:51:46
8. Schuster, Paul GER 07:34:05 00:19:53 // 04:07:13 // 03:02:08
9. Don, Tim GBR 07:40:59 00:19:52 // 04:01:31 // 03:14:30
10. Bosch, Thomas GER 07:43:03 00:19:50 / 04:14:03 // 03:03:35

Sieg für Crowley, bitterer Abschied für Sonja Tajsich

Bei den Damen ging der Sieg an die Australierin Sarah Crowley – sie gewann vor der Deutschen Katharina Großmann und der Dänin Maja Stage Nielsen. Bitter war der Abschied von der Langdistanz-Bühne für Sonja Tajsich. Der IRONMAN Hamburg sollte das letzte Profi-Rennen der ehemaligen Hawaii-Vierten werden. Durch eine Unachtsamkeit warf Tajsich ihre Radflasche erst nach Ende der Litteringzone weg und wurde deshalb disqualifiziert. Doch so will eine erfolgreiche Athletin nicht von der Bühne abtreten – die Sportpension wird um 3 Wochen nach hinten verschoben und das Missgeschick wird beim IRONMAN Kalmar mit Sicherheit nicht noch mal passieren.

1. Crowley, Sarah AUS 08:08:21 00:22:48 / 04:34:45 / 03:05:36
2. Grohmann, Katharina GER 08:13:30 00:23:16 / 04:38:14 / 03:06:17
3. Stage Nielsen, Maja DEN 08:21:23 00:23:59 / 04:46:26 / 03:05:39
4 Dommer, Janette DEN 08:37:43 00:26:01 / 04:49:24 / 03:14:22
5 Larsen, Trine Boye DEN 09:04:24 00:29:04 / 05:01:12 / 03:28:02

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