Auf Big Island geht für Jakob Schmidlechner ein Traum in Erfüllung. Wenn der Inhaber des Rennrad- und Triathlonhotels Mohrenwirt kurz vor seiner Abreise nach Hawaii daheim beim Lauftraining über den Fuschlsee blickt, denkt er voraus an den 14. Oktober. Dann wird Jakob Schmidlechner bei der Ironman-Weltmeisterschaft im legendären hawaiianischen Küstenstädtchen Kailua-Kona mit mehr als 2000 weiteren Athleten im Morgengrauen auf den traditionellen Kanonenschlag warten, der das Rennen eröffnet. „Wenn ich an den Start beim Ironman auf Hawaii denke, bekomme ich jetzt schon Gänsehaut“, sagt der 49-Jährige.

Dreimal hat Jakob Schmidlechner den Ironman Hawaii bereits als Zuschauer vor Ort verfolgt und seine Athleten vom Pro Team Mohrenwirt vor Ort begleitet. „Es ist ein unglaubliches Rennen, das dich allein beim Zuschauen völlig fesselt und fasziniert“, sagt der Hotelier, „jetzt selbst dabei sein zu können, ist noch einmal eine ganz andere Geschichte.“ Nach verschiedenen Starts im Ironman und auf der Ironman-70.3-Distanz tritt Jakob Schmidlechner beim legendären Wettkampf auf Big Island im großen Feld der Altersklassenathleten an. „Das wird ein echtes Highlight“, sagt der Familienvater, der in den vergangenen Monaten neben seinem zeitintensiven Beruf hart für diesen sportlichen Höhepunkt trainiert hat.

„Wir haben im Hotel Mohrenwirt das Glück, dass wir ein Team haben, das den Sport liebt und lebt“, sagt Jakob Schmidlechner, „das motiviert auch den Chef jeden Tag aufs Neue und spornt für ein Ziel wie den Ironman Hawaii noch einmal extra an.“ Zurzeit sind alleine sechs Mitarbeiter überaus aktive und erfolgreiche Triathleten. „Wir sind nicht nur von unseren Angeboten ein echtes Rennrad- und Triathlonhotel“, sagt Jakob Schmidlechner lachend, „bei uns wollen inzwischen auch fast alle Mitarbeiter selbst rausgehen und diesen schönen Sport betreiben.“ Der Chef des Familienunternehmens nimmt diese Begeisterung als zusätzlichen Ansporn mit auf seinen Weg nach Kailua-Kona.

Auf Hawaii freut sich Jakob Schmidlechner vor allem auf ein großes Gesamterlebnis. „Natürlich drücke ich unseren beiden Profis vom Pro Team Mohrenwirt Teams ganz fest die Daumen“, sagt der Teamchef mit Blick auf die aussichtsreichen Fähigkeiten der beiden deutschen Marc Duelsen und Markus Fachbach, „aber ich bin auch selbst extrem gespannt, was mich am Renntag erwartet. Die Strecke wird mir sicherlich alles abverlangen.“ Nicht umsonst hat der seit 1978 ausgetragene Ironman von 3,86 Kilometer Schwimmen im Pazifik, 180,2 Kilometer Radfahren durch die Lavawüste und 42,195 Kilometer Laufen in der Hitze Hawaiis einen legendären Ruf.

Jakob Schmidlechner hat sich mit vielen Radtouren im Salzburger Land und insbesondere mit einigen langen Läufen auf seinen „härtesten Tag des Jahres“ vorbereitet. „Ich bin beispielsweise häufiger die gut 25 Kilometer lange Strecke nach Salzburg gelaufen und habe den Rückweg dann mit meiner Frau Sabine im Auto absolviert“, blickt er auf Einheiten zurück, bei denen er das Nützliche mit dem Praktischen verbinden konnte. „Ich denke, dass ich mich gut vorbereitet habe“, sagt Jakob Schmidlechner, „aber ich glaube, dass der Ironman Hawaii trotzdem unberechenbar ist.“ Allein vor der Hitze hat er gehörigen Respekt. „Dazu kommt ein Wind, der jeden Tag anders sein kann und sich während des Rennens manchmal in nur wenigen Minuten komplett ändert.“ Für Jakob Schmidlechner steht fest, dass er dem Wettkampf mit Hochachtung und Demut begegnen wird. „Mein wirklich einziges Ziel ist es, ins Ziel zu kommen“, sagt der 49-Jährige, der vor Ort von seiner Frau Sabine und Tochter Anna begleitet wird. „So lange es geht, möchte ich beim Marathon laufen, am liebsten bis über den Zielstrich auf dem Alii Drive.“

Gut einen Monat vor seinem 50. Geburtstag bedeutet der Start beim Ironman Hawaii für Jakob Schmidlechner ein großes vorzeitiges Geschenk. „Die Möglichkeit, mit den besten Triathleten der Welt auf Hawaii am Start zu stehen und dieses Rennen gemeinsam mit unseren Topathleten vom Pro Team Mohrenwirt erleben zu dürfen, ist ein unglaubliches Highlight“, sagt der erfahrene Sportler, „wenn ich überlege, dass wir uns im Jahr 2010 ganz bewusst dazu entschieden haben, unser Hotel auf den Rennrad- und Triathlonsport auszurichten und ganzjährig attraktive Angebote für Spitzen- und Hobbysportler zu entwickeln, dann ist der 14. Oktober auch für die Entwicklung unseres Familienbetriebs und für das ganze Hotelprojekt Mohrenwirt ein Meilenstein.“ Jakob Schmidlechner freut sich darauf, das Erlebnis Ironman Hawaii in vollen Zügen aufsaugen und genießen zu können. 

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