Mit großer Vorfreude blickt Markus Fachbach auf seine Rückkehr zu den IRONMAN World Championship. Der 36-jährige Triathlet vom Pro Team Mohrenwirt will in Kona den Abschluss einer erfolgreichen Saison schaffen und unter die besten 10 kommen. „Top 10 ist ein hohes Ziel auf Hawaii, das ist klar“, sagt Fachbach, „aber ich habe nichts zu verlieren.“ Er weiß um die herausragende Besetzung des Wettkampfs und um die besonderen Bedingungen auf Big Island. „Beim Ironman Hawaii lässt sich nur sehr wenig kalkulieren, das ist mir völlig bewusst“, erklärt Markus Fachbach, „es macht auch wenig Sinn, vor dem Start die Liste der Teilnehmer durchzugehen. Es ist ohnehin klar, dass auf Hawaii die besten Athleten am Start sind. Aber ich bin in Topform und freue mich, dass ich auf Hawaii voll angreifen kann.“

Letztmals war Markus Fachbach im Jahr 2009 auf Big Island am Start. Damals hatte er das, was Triathleten auf Hawaii als „gebrauchten Tag“ bezeichnen und musste das Rennen vorzeitig beenden. „Aus solchen Wettkämpfen lernt man und entwickelt sich weiter“, sagt der erfahrene Athlet, der bereits bei seiner Premiere als junger Profi auf Hawaii im Jahr 2006 unter die besten 25 kommen konnte. „Es ist ein Rennen, das sich nicht mit anderen Triathlons vergleichen lässt.“ Dies hat weniger mit der Streckenlänge eines Ironman von 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen zu tun als vor allem mit den Bedingungen auf Hawaii. „Es ist nicht ganz einfach, die klimatischen Bedingungen von Kona zu beschreiben“, sagt Markus Fachbach mit einem Schmunzeln, „der Begriff ,knallhart‘ trifft es wohl noch am besten. Jede der drei Disziplinen ist für sich genommen eine Herausforderung.“

In den vergangenen Wochen hat sich Markus Fachbach gezielt auf diese Herausforderungen vorbereitet. Nachdem er durch seinen zweiten Platz beim Ironman Mallorca im September letzten Jahres und Platz drei bei der Erstauflage des Ironman Hamburg Mitte August die Qualifikation für das topbesetzte Feld der Ironman-Weltmeisterschaft gemeistert hatte, ging der Blick ausschließlich voraus auf den 14. Oktober. „Die Zeit zwischen meinem Rennen in Hamburg und dem Wettkampf auf Hawaii beträgt nur neun Wochen“, sagt er, „entsprechend wichtig ist es, relativ schnell wieder einen guten Rhythmus im Training zu finden.“

Markus Fachbach nutzte die ersten Tage nach seinem Podestplatz in Hamburg zur Regeneration und legte dann im Rennrad- und Triathlonhotel Mohrenwirt am Fuschlsee ein erstes Trainingslager ein. „Ich konnte die guten Bedingungen vor Ort nutzen, um einige richtig gute Einheiten zu absolvieren“, erklärt er im Rückblick, „anschließend habe ich dann zuhause in meinem gewohnten Umfeld darauf aufgebaut.“ Der junge Familienvater verbrachte die Zeit bis zu seinem Abflug nach Kailua-Kona in heimatlichen Gefilden und möchte die kommenden Tage auf Hawaii zur Einstimmung auf das Rennen nutzen. „Beim Ironman Hawaii ist eine gute Akklimatisation von großer Bedeutung“, sagt Markus Fachbach, der bewusst früh in Richtung Big Island flog, um sich auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windbedingungen einzustellen. „Ein paar Tage mehr vor Ort können in dieser Hinsicht nicht schaden.“

Bereits vor zwei Jahren konnte Markus Fachbach mit einer ähnlich engmaschig getakteten Wettkampfplanung wie in dieser Saison einen großen Herbsterfolg feiern. Damals folgte nur wenige Wochen nach seinem sechsten Rang bei der Challenge Roth der Sieg bei der Challenge Almere-Amsterdam. „Ich hoffe, dass es mir auch in diesem Jahr gelingt, von der nur kurzen Zeit zwischen den Rennen zu profitieren und auf Hawaii kurz nach dem dritten Platz in Hamburg ein weiteres gutes Ergebnis zu zeigen.

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