Michael Raelert hat am Sonntag in Bankog seinen ersten Saisonsieg. Beim 2017 Toyota Bangsaen Triathlon in Bangkok setzte sich der 36-Jährige mit seiner Laufstärke und einer klugen Strategie vor dem Briten Ritchie Nicholls und Brad Kahlefeldt aus Australien durch. Das Rennen über 1,5 Kilometer Schwimmen, 75 Kilometer Radfahren und 15 Kilometer Laufen gehört zur Masters-Series der Thailand Triathlon League und gab Michael Raelert das Gefühl, sportlich auf dem richtigen Weg zu sein. „Ich bin wirklich zufrieden mit dem Rennen. Ich bin ausgepumpt, aber auf eine absolut positive Weise“, erklärte er nach dem Rennen. „Ich habe einen Wettkampf absolviert, der mir viel Selbstvertrauen für die kommenden Wochen gibt.“

Überaus positiv blickte Michael Raelert nach dem Wettkampf auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurück. Zwar gab es aufgrund einer technischen Verzögerung nach dem Rennen zunächst noch keine offizielle Ergebnisliste mit den einzelnen Splitzeiten, aber Michael Raelert erlebte eine gut organisierte und extrem stark besuchte Veranstaltung. „Ich war wirklich überrascht, wie positiv das ganze Erlebnis ist“, sagte er, „ich kannte das Event zuvor nicht und bin sehr beeindruckt.“ Bereits am Samstag hatte sich Michael Raelert spontan dazu entschieden, als Einstimmung in das große Triathlon-Wochenende ohne besonders ehrgeizige Ansprüche beim Sprint-Wettbewerb zu starten. „Auch das hat schon Spaß gemacht“, erklärte er später.

Im Hauptrennen des Bangsaen Triathlon Festivals legte Michael Raelert dann am Sonntag beim Schwimmen eine gute Grundlage für seinen Erfolg. An der Spitze gestaltete er das Tempo entscheidend mit und erreichte die erste Wechselzone in aussichtsreicher Position. „Auf dem Rad wollte ich dann früh attackieren“, erklärte er, „aber ich kam nicht von meinen Verfolgern weg.“ Ritchie Nicholls, der Schwede Frederik Croneborg und Brad Kahlefeldt schafften es immer wieder, den Anschluss herzustellen. „Bei Kilometer 30 ist dann Frederik entscheidend losgegangen“, sagte Michael Raelert. Croneborg riss ein erstes Loch zu den Verfolgern, und Michael Raelert entschied sich in diesem Moment für eine strategische Taktik anstatt für eine Konterattacke. „Ich habe mich erst einmal ruhig verhalten und abgewartet, bevor ich ein paar Kilometer später noch einmal richtig angegriffen habe.“ Bei dieser harten Tempoverschärfung distanzierte Michael Raelert die weiteren Verfolger und schloss bald zu Frederik Croneborg auf.

Gemeinsam erreichten die beiden Führenden mit einem Vorsprung von gut 1:30 Minuten die zweite Wechselzone. „Ich habe dann gleich zugesehen, dass ich das Tempo beim Laufen mit ordentlichem Druck gestalte“, sagte Michael Raelert. Frederik Croneborg musste den Rostocker ziehen lassen, aber auch die beiden starken Läufer Ritchie Nicholls und Brad Kahlefeldt konnten ihn im abschließenden 15-Kilometer-Lauf nicht mehr erreichen. „Es war ein harter Lauf, aber ich bin sehr glücklich mit dem Ausgang des Rennens“, sagte Michael Raelert. In Thailand möchte er nun in seinem Trainingslager in Phuket die Grundlage für weitere Erfolge legen.