Erfolgreiche Trainer und Sportler bekräftigen immer wieder die Wichtigkeit der mentalen Komponente. Der sechsfache IRONMAN Hawaii Champion Dave Scott appelliert an seine Athleten, dass man nicht nur kurz vor dem Wettkampf, sondern über das ganze Jahr hinweg mental trainieren soll. Warum Regelmäßigkeit so wichtig ist, möchte ich dir nachfolgend erklären.

Verhaltensmuster

Betrachten wir mentales Training aus gehirnphysiologischer Sicht, dann kommt es während dem „Kopftraining“ zur Ausbildung neuer Vernetzungen im Gehirn. Oder einfacher ausgedrückt, regelmäßiges Mentaltraining führt dazu, dass aus neuronalen „Trampelpfaden“ neuronale „Autobahnen“ werden. Aber diese entstehen nicht von heute auf morgen, dafür solltest dich regelmäßig damit beschäftigen!

Vielfach haben wir negative Verhaltensmuster aus unserer Kindheit mitbekommen oder uns selbst antrainiert. Wir sprechen dann von immer wieder kehrenden, gleichem Verhalten in denselben Situationen. Um neue und sinnvollere Verhaltensmuster anzutrainieren, musst du an deinen Gedankengängen ansetzen und das braucht Zeit und Übung. Dazu ein klassisches Beispiel wie ich es aus der Praxis kenne:

Ein Triathlet kommt während dem Intervalltraining an seine „Grenze“ und schenkt der Anstrengung die volle Aufmerksamkeit. Dann geht meist folgender Ablauf vonstatten:

Er denkt sich: „Ist das anstrengend, ich kann nicht mehr…“

Aufgrund dieser Gedanken entsteht eine physiologisch-chemische Reaktion in seinem Gehirn und diese lösen in ihm Gefühle, wie Unwohlsein, Unlust oder Müdigkeit aus. Er kommt immer tiefer in diese negative Spirale, spürt die Anstrengung noch intensiver und schlussendlich bricht er die Intervalle ab oder lässt die letzten einfach aus. Beherrscht ein Sportler in diesem Falle mentale Techniken, die er oft geübt hat, dann würde er die Intervalle bis zum Ende durchziehen.

Zielsetzung

Willst du mentales Training nachhaltig für dich nutzen, dann darf die Arbeit mit Zielen auf keinem Fall fehlen. Als ich vor vielen Jahren mit Triathlon begann, war mein langfristiges Ziel, bei der Ironman WM auf Hawaii zu starten. Ich war mir damals bewusst, dass ich mir dafür Zeit geben muss und dass Zwischenziele notwendig sind. Mit jedem Jahr kam ich dem Ziel „Hawaii“ einen Schritt näher. Dazwischen hieß es immer wieder, dranbleiben, analysieren, Anpassungen vornehmen und regelmäßig mental zu üben. Schlussendlich durfte ich dann 2012 als viertbester Österreicher in Hawaii über die Ziellinie laufen.

Routinen

Routinen sind wichtige Aspekte sowohl im Training als auch im Wettkampf. Sie helfen dir dabei, deinen persönlichen Rhythmus zu finden und vermitteln dir ein Gefühl von Ordnung und Sicherheit. Sie unterstützen dich auch, die Konzentration zu vertiefen, da du gewohnte und automatisierte Verhaltensmuster verwenden kannst. Auf diese Weise kannst du dich z.B. vor einem Start sicherer und wohler fühlen. Als Mentalcoach kann ich dich bei der Erarbeitung solcher erprobten Routinen unterstützen.

Szenarien im Kopf durchspielen

Wie wichtig das Durchspielen unterschiedlicher Szenarien vor einem Wettkampf ist, kann ich aus meiner Praxis nur allzu gut bestätigen. Im Wettkampf kämpft jeder mit Umständen wie Müdigkeit oder Schmerzen. Kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, steigt der Grad der Überforderung und viele geben dann auf oder verwerfen ihre Pläne. Fehlende Vorbereitung in diesem Bereich führt dann meist zu großen Enttäuschungen und zu einem DNF!

Meine Aufgabe als Mentalcoach ist es, deine mentalen Fähigkeiten zu stärken, dass du auch mit unerwarteten Ereignissen bestens zu Recht kommst und dir vertraust.

Um mental gestärkt in den Wettkampf zu starten ist es unerlässlich, schon im Training mentale Techniken und Strategien anzuwenden. Nur dann kannst du in den entscheidenden Momenten dein volles Potential ausschöpfen.

In diesem Sinne, train your brain in time!

Be strong,

Wolfgang

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