Die Amerikanerin Lisa Roberts, die im heurigen Jahr beim Challenge Roth auf dem dritten Gesamtrang gelandet war, wurde von der USADA aufrund eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Richtlinien verwarnt und vom Rennen disqualifiziert.

Roberts wurde nach dem Zieleinlauf in Roth kontrolliert und dort wohl nach dem Rennen positiv auf die verbotene Substanz Vilanterol getestet. Vilanterol ist Bestandteil eines Asthmamittels, das allerdings auf der aktuellen Dopingliste innerhalb und außerhalb des Wettkampfes verboten ist.  Auf ihrer Homepage erklärt sich Roberts wie folgt:

„Ich habe am 10. November eine öffentliche Verwarnung der USADA (Amerikanische Anti-Doping-Agentur) erhalten, weil ich einen TUE-Antrag (Ausnahmegenehmigung) nicht ordnungsgemäß eingereicht habe, um meinen verschriebenen und erklärten (ich listete das Medikament auf meinem Testformular auf und versuchte nicht, es zu verstecken) Asthma-Inhalator, Breo Ellipta. Dies führte zu einem positiven Test einer geringen Menge an Vilanterol, einer Substanz, die in dem Inhalator gefunden wurde. Da der positive Test bei der Challenge Roth im Wettkampf gefunden wurde, wird mein Ergebnis bei diesem Rennen gemäß den Regeln der USADA disqualifiziert“.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob für dieses Medikament überhaupt eine Ausnahmeregelung möglich ist. Die Regeln hierzu sind offensichtlich nicht eindeutig erklärt und lassen einige Fragen offen. Eine Eingabe in der NADA-medAPP spuckte uns dieses Medikament als generell verboten aus. Anders als zum Beispiel beim Wirkstoff Salbutamol, der in vielen Astma-Sprays enthalten ist, gibt es hier keinen Grenzwert. Bei Überschreitung des Grenzwerts würde der jeweilige Sportler anhand einer kontrollierten pharmakokinetischen Studie nachweisen müssen, dass dieses abnorme Ergebnis die Folge der Anwendung einer therapeutischen inhalierten Dosis bis zu dem oben genannten Höchstwert war, wie es im Originaltext der NADA Austria heißt.

Bei Vilanterol findet sich eine solche Möglichkeit bzw. ein solcher Höchstwert nicht. Ungewöhnlich ist, dass es in diesem Falle lediglich zu einer Verwarnung durch die USADA ohne Sperre kam.

Auf den 3. Platz rückte nun Yvonne van Vlerken auf, die sich auf Facebook enttäuscht von Roberts zeigte:

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